Archive for » Mai, 2015 «

Oben drüber und unten durch

Gestern hatten wir zwei, die mitfahren wollten, aber aussteigen mußten. Heute einen, der aussteigen wollte, aber mitfahren mußte. Weil der Zug, kaum daß der Mann seinen Lieben die Koffer ins Abteil getragen und ins Gepäcknetz gehievt hatte, schon wieder abfuhr. So kam er ganz unfreiwillig zu einem Ausflug nach Rosenheim.

IMG_2078Und dann ging es auf Schienen in die Berge. Schnee liegt dort jetzt nur noch oberhalb der Baumgrenze. Flugs waren wir in Innsbruck, zum Brenner hinauf ging’s merklich langsamer weiter. Dann wieder flott hinab ins Italienische, und schon bald hieß es umsteigen, denn die letzte Etappe von Bologna nach Firenze, unserem Reiseziel, legen wir im Trenitalia zurück, der etwa unserem ICE entspricht, nur etwas moderner noch und futuristischer.

Daß man durch die Toskana fährt, darf in diesem letzten Reiseabschnitt wörtlich genommen werden, die Strecke verläuft nämlich im wesentlichen durch Tunnel. Und dann sind wir da.

„It’s a short-a trip-a to Hotel Borgia”, weiß unser Abholdienst zu vermelden. So fühlt es sich also an, wenn man in Italien um die Ecke gebracht wird – das Hotel liegt nämlich in einer Seitenstraße des Bahnhofsplatzes.

Category: Allgemein, Florenz 2015, Sonstige Reisen  Comments off

Eine Etappe, fünf Kontinente

Obwohl unsere Reise weder nach Myanmar noch nach Turkmenistan führt, bringt sie uns doch in Kontakt mit diesen beiden faszinierenden Ländern, und zwar im Münchner Völkerkundemuseum, das jetzt Museum Fünf Kontinente heißt. Man erreicht es mit der U-Bahn, wenn man erstens an der Station Lehel aussteigt und zweitens weiß, wie man laufen muß. Denn ausgeschildert ist es nicht.

P1110002

Aussteigen mußten heute morgen auch zwei Reisende, die mit Übergepäck zum grünen Fernbus kamen und den Aufpreis nicht zahlen wollten. Der Busfahrer beförderte zuerst das überzählige Gepäckstück hinaus und bat dann die auf englisch zeternde Frau, den Bus zu verlassen, woraufhin er sich als Rassist beschimpfen lassen mußte. Ist es wirklich ausländerfeindlich, wenn der Busfahrer die Beförderungsbestimmungen gegenüber Nichtdeutschen durchsetzt? Sie verlangten nach der Polizei, die kam aber nicht. Mit 15 Minuten Verspätung ging es dann endlich los. Die weitere Fahrt verlief sehr angenehm.

Vom Busbahnhof, dem „ZOB”, sind es etwas mehr als nur ein paar Schritte zum Hauptbahnhof, von der Station Silberhornstraße mehr als ein paar Schritte zum Motel One Süd. Wir wären besser zur Wettersteinstraße gefahren. Oder mit dem Bus zur Spixstraße. Die Servicebereitschaft des Hotels macht aber alle Strapazen wieder wett.

Category: Allgemein, Museen  Comments off

Napoleon und Bayern

(folgt)

Category: Allgemein, Museen  Comments off

Immer wieder schön: Schloßpark Dennenlohe

Frösche
Der Schloßpark ist heute spürbar größer als noch bei unserem letzten Besuch. Das liegt zum einen daran, daß das kreisrunde Mondtor offen steht, welches den öffentlichen vom privaten Teil des Parks trennt. Hier, direkt am Schloß, duftet es herrlich nach Frühlingswiese, der Zierapfelbaum steht in voller Blüte, und oben auf der Schloßterrasse ist eine Musikbühne vorbereitet.

Jenseits der Mauer, unten am Seeufer, erwartet die Schar der Gäste wie in jedem Jahr eine unvergleichliche Pracht an blühenden Rhododendren. Und jenseits der Steinbrücke führt der Weg in kurzweilig-abwechslungsreicher Weise von Insel zu Insel, mal per Hängebrücke, dann wieder auf schwimmenden Pontons oder über Trittsteine. So weit, so gut.

Doch dann tut sich ein Weg auf, den es beim letzten Besuch noch nicht gegeben hat. Er führt über weitere Brücken und an einer Gebetsmühle vorbei hinauf auf den Himalaya-Hügel, von wo ein typisches Tempelchen herab grüßt. Natürlich fehlen auch die bunten Gebetsfahnen nicht.

Auch am Fuß des Hügels breitet sich eine neue Welt aus. Hier ein Tümpel, in dem unzählige grüne Frösche, abwechselnd ihre weißen Luftsäcke blähend, um die Wette quaken. Dort ein Stück Moor mit Büscheln von Wollgras. Und ganz weit drüben ein keltischer Steinkreis.

Wir könnten noch Stunden hier verweilen, aber die Pflicht ruft, denn heute ist Muttertag.

Ach ja, die Sängerin, oben auf der Schloßterrasse: wenn man nichts weiter zustande bringt als eine Abfolge gequält klingender Schreie, sollte man sich von Bühnen und Mikrophonen doch lieber fernhalten.

Category: Allgemein, Ausflüge  Comments off

Das Schöne am Filmschnitt

…ist, daß man die Reise noch einmal detailliert Revue passieren lassen kann. Hier sind Teil 3, 4 und 6 unserer Vietnam-Rundreise (die Teile 2, 5, 7 und 8 folgen noch).

Category: Allgemein, Vietnam 2014/15  Comments off