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Sankt Regensburg

Man merkt dem Schiffspersonal an, daß heute neue Gäste kommen, überall liegen Stapel mit frischer Bettwäsche herum und werden Vorräte aufgefüllt, den ganzen Morgen schon hängt der Geruch von Schiffsdiesel in der Luft. Unsere Gruppe wird aufgeteilt, die einen fahren direkt zum Flughafen, die Passagiere für die Nachmittags- und Abendmaschinen – das sind wir – kommen noch in den Genuß einiger Stunden Freizeit in der Innenstadt. Und der russische Himmel weint gerade ein paar Tränen.

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Grifone sind Fabelwesen, bei denen sich der Bildhauer nicht zwischen Löwe und Möve entscheiden konnte. Die unseren tragen goldene Flügel und bewachen zu viert eine kleine Hängebrücke. Vom Platz der Künste, wo der Bus wartet, müssen wir durch eine Seitenstraße zum Невский проспект (Newski-Prospekt – nein, das ist keine Werbepublikation, sondern eine Straße), diesen ein Stück entlang, an der Kirche vorbei zum Kanal und diesem bis zur Biegung folgen. Inzwischen regnet es in Strömen, und die armen Grifone werden ganz naß.

Wir auch, aber wir können ja im Russischen Museum Zuflucht suchen, wo es erstens ein Museumscafé gibt und zweitens viele schöne Bilder an den Wänden. Auch Skulpturen. Nicht an den Wänden. Und Vasen. Und wieder Bilder. Noch ein letzter Espresso, dann heißt es endgültig Abschied nehmen von Rußland.

Unser Grüppchen wird kleiner und kleiner. Zuerst die Leute, die an ein anderes Gate müssen. Dann in Франкфурт – ach so, hier schreibt man ja wieder Frankfurt – die Gäste mit Anschlußflügen. Dann am Kofferband die mit anderen Bahnzielen. Im Zug nach Nürnberg sind wir dann nur noch vier. Immerhin.

Schon am Flughafen haben wir uns von Reiseleiterin Наташа (Natascha), eigentlich Наталья (Natalja), verabschiedet. Es hätte noch so vieles zu fragen gegeben, so viele russische Lieder blieben ungehört und russische Wörter ungelernt. Wir müssen halt einfach nochmal wiederkommen.

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Gold und Bernstein

Zar Пётр Вели́кий (Peter der Große) ließ für seine Frau abseits der Stadt in Царское Село (Zarskoje Selo) einen bescheidenen Palast errichten, den seine Tochter Екатерина Великая (Katharina die Große) später wieder abreißen ließ, um ihn durch einen standesgemäßen zu ersetzen, mit weniger als 300 Metern Fassadenlänge wollte sie sich nicht bescheiden. Über dem blau-weißen Prachtbau mit seinen goldenen Kuppeln spannt sich heute ein wolkenloser Himmel, im ausgedehnten Schloßpark vergeht die Zeit bis zum Einlaß wie im Flug.

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Drinnen empfängt uns ein prunkvoller Spiegelsaal und verschiedene Kabinette, eines von ihnen ist das berühmte Bernsteinzimmer, präzise gesagt dessen originalgetreue Rekonstruktion. Ehrfurchtsvoll und ganz ohne Gedrängel bestaunen wir die kostbare Wandvertäfelung.

Diesem ersten Highlight des Tages folgt sogleich ein zweites: der Петергоф (Peterhof) des überaus aufgeschlossenen Zaren Peter des Großen. Die Statuen der Kaskaden seines Palastgartens glänzen in purem Gold, der weitläufige Park wartet mit allerlei Sichtachsen und Springbrunnen auf, am liebsten hielt der Zar sich jedoch im vergleichsweise bescheidenen Gartenschloß Monplaisir auf, wo es die originale Küche, das Arbeitszimmer und das Schlafzimmer zu bewundern gilt. In den zur Ostsee wie zum Garten hin zu öffnenden Wandelhallen mit ihren holländischen Gemälden pflegte Peter der Große sich zu ergehen. Seiner gelegentlichen Erheiterung auf Kosten der Hofdamen dienten mehrere Spaßbrunnen.

Für die Rückfahrt ins Stadtzentrum nehmen wir das Tragflügelboot, anschließend geben wir uns der Neugier im Hinblick auf die Petersburger Metro hin: wo die Röhren in mehr als 100 Metern Tiefe verlaufen, sind auch die Rolltreppen bemerkenswert lang. Zum Ausklang besuchen wir noch auf eigene Faust eine Klosterkirche, wo gerade ein orthodoxer Gottesdienst stattfindet.

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Ein Palast für die Kunst

Passagierschiffe dürfen, wenn der Platz knapp ist, in zweiter oder dritter Reihe anlegen. Als Passagier geht man dann zum Aussteigen einfach durch die anderen Schiffe hindurch. Woran man bei der Rückkehr sein eigenes Schiff erkennt? Nun, die Rezeption befindet sich in diesem Durchgangsbereich, und am Tresen steht der jeweilige Schiffsname angeschrieben. Das ist auch gut so, denn bei unserer Rückkehr aus St. Petersburg liegen die Schiffe in anderer Reihenfolge und mit dem Bug zur anderen Seite hin.

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Man kann in dieser Stadt keine hundert Meter fahren oder gehen, ohne daß irgend ein historisches Gebäude oder Denkmal in Sichtweite kommt. Der Bus legt mehrere Zwischenstopps ein, davon einen an der Festung, in deren Mauern heute die Peter-und-Pauls-Kathedrale steht, die Grablege der Romanow-Dynastie.

Nach dem Mittagessen schließlich erreichen wir die größte und wichtigste all dieser Attraktionen, die Эрмитаж (Eremitage), ein Palast für die Kunst, wie es kaum einen zweiten gibt auf der Welt. Ein Saal ist Rembrandt gewidmet, ein anderer Rubens, man kann die Namen gar nicht alle aufzählen.

Auf einem Gemälde ist dargestellt, wie die Tiere über einen Jäger zu Gericht sitzen. Natürlich wird er verurteilt und zur Strafe getötet und verspeist. Trockener Kommentar eines Reisegastes: „Jägerschnitzel“.

Die Bootstour über die Kanäle und unter den niedrigen Brücken hindurch kann wegen des momentan sehr hohen Wasserstandes nur modifiziert stattfinden, zeichnet aber trotz dieser Einschränkung ein interessantes und abwechslungsreiches weiteres Bild der Stadt.

Für morgen stehen der Katharinenpalast samt Park auf dem Programm.

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Zwischen den großen Seen

Der Lagoda- ist mit dem Onegasee durch den Fluß Свирь (Swir) verbunden. Zwei Staustufen sorgen dafür, daß ihn auch Schiffe von der Größe der Рублёв befahren können. Das Passieren der zugehörigen Schleuse ist immer wieder ein Erlebnis.

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Im Museumsdorf маидроги (Mandrogi) legen wir einen vierstündigen Stopp ein. In den alten Häusern sind heute Werkstätten für traditionelles Kunsthandwerk untergebracht, die Künstler lassen sich gerne beim Schnitzen, Malen oder Sticken über die Schulter schauen. Darüber hinaus kommen wir in den Genuß eines üppigen Mittagsmahles mit typisch russischer Küche bei authentischer musikalischer Untermalung.

Auf dem Schiff ist heute Kapitänsdinner angesagt, der schmuck gekleidete Kapitän sowie die Küchenchefin nehmen geduldig die in allen Weltsprachen mehr oder weniger überschwänglich vorgetragenen Dankesworte entgegen. Im letzten Tageslicht erreichen wir schließlich den größten See Europas. Morgen früh werden wir in St. Petersburg sein.

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Ganz weit im Norden

Der größte See Europas ist nicht etwa der Bodensee, der Garda- oder der Plattensee, sondern der Ладожское Озеро (Ladogasee), den wir morgen kennen lernen werden, dicht gefolgt vom Онежское озеро (Onegasee), der zwar nur gut halb so groß ist wie sein Nachbar, aber immer noch größer als die fünf größten Seen außerhalb Rußlands zusammen. Und achtzehnmal so groß wie der Bodensee.

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Um zur Insel Киши (Kishi) zu gelangen, muß der Kapitän das Schiff durch die Schären im Onegasee steuern. Das sind kleine bis kleinste unbewohnte, oft nur mit ein paar Birken oder Ulmen bestandene Inselchen. Ob die hin und wieder darauf errichteten Peilmarken, von denen je zwei eine Sichtlinie formen, heute noch eine Rolle spielen, wissen wir nicht. Wahrscheinlich eher nicht, denn auf der Brücke haben wir heute allerlei modernstes Gerät gesehen. Exemplarisch sei hier das GPS-System genannt, das in diesem Augenblick, am Ankerplatz der Kircheninsel, 62 Grad Nord zeigen dürfte. So weit nördlich waren wir noch nie. Man merkt es auch an den immer dünner werdenden Stämmen der Bäume.

Die Hauptattraktion der Insel, die hölzerne Verklärungskirche, kann nur von außen besichtigt werden, aber das sie umgebende Freilichtmuseum bietet allerhand alternative Attraktionen, die wir auf einem zweistündigen geführten Rundgang erkunden: alte Bauernhäuser mit niedrigen Stuben, eine Windmühle und zuletzt die sog. „Winterkirche“, alles aus Holz und nur aus Holz. An der einen oder anderen Stelle führen Handwerker ihre Fertigkeiten vor: Körbe flechten, Netze knüpfen, Löffel und Schindeln schnitzen. Man möchte hier noch viel mehr anschauen und sich erklären lassen, aber der chronisch knappe Zeitplan drängt zur Rückkehr auf das Schiff.

Das Schöne an einer Kreuzfahrt ist, daß man nie weit weg ist vom temporären Zuhause. Daß man nach dem Besuch der Sehenswürdigkeit nicht erst noch aufwändig irgendwo hinfahren muß, sondern einfach zum Steg läuft, einsteigt, der freundlichen Rezeptionistin guten Abend sagt und aufs Zimmer geht. Fertig. Man darf sich halt unterwegs nicht verzetteln, sonst hat man nämlich ein Problem.

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Immer weiter gen Norden

Begegnungen mit schnatternden Gänseherden sind für Kreuzfahrten eher untypisch. Spiegelglatte Wasserflächen, in denen sich die weißen Stämme der Birken spiegeln, ebenfalls. Es sei denn, man befindet sich auf dem Moskau-Ostsee-Kanal.

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Die Region nördlich des 60. Breitengrades ist sehr dünn besiedelt. Dennoch haben wir hier Internet: faszinierend. Wir besichtigen das Kloster des heiligen Kyrill. Nein, das ist nicht der Erfinder der Schrift, die uns anfangs so unleserlich erschien, inzwischen aber mehr und mehr vertraut wird. Nach ausgiebiger Bewunderung der wertvollen Ikonen und Fresken bleibt noch etwas Zeit, die wir zwischen den malerischen Holzhäusern des Provinzstädtchens Горицы (Goritzy) verbummeln.

Russische Kruzifixe tragen übrigens kein INRI (Iesus Nazarenus Rex Iudaeorum), sondern ein ИНЦИ Täfelchen. Ц? Natürlich: Jesus aus Nazareth, Zar der Juden.

Der gestrige Abend endete mit einem Konzert des Schiffs-Akkordeonisten, während sich draußen auf dem Rybinsker See ein heftiges Gewitter entludt. Der heutige ist ein besonderer: das Bordpersonal hat sich russisch kostümiert, und es gibt Musik und Водка (Wodka) zum Abendessen.

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Auf dem großen Stausee

Wer eine Kreuzfahrt bucht, der tut das nicht, um auf dem kürzesten Weg vom Start zum Ziel zu gelangen. Die Stadt Яросла́вль (Jaroslawl) liegt ein paar Stunden abseits, und zwar flußabwärts an der Волга (Wolga), als wir am Morgen erwachen, ist der überwiegende Teil der Strecke bereits geschafft. Anders als auf dem Kanal darf das Schiff hier auch bei Nebel fahren, und Nebel gibt es im Spätsommer mehr als genug. Es hat etwas Mystisches, wenn sich die Sonne allmählich durch die dicken Schwaden kämpft.

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Jaroslawl ist reich an kulturellen Schätzen. Wir besichtigen ein Kloster und erfreuen uns am orthodoxen Geläut seiner Kirchenglocken. Ihm folgt eine moderne Kirche mit einem schönen Park außen herum und eine weitere, die mit Hunderten von Fresken eindrucksvoll ausgemalt ist. Man kann sich kaum satt sehen an den vielen bunten Bildergeschichten.

Aber das Schiff wartet schon. Es herrscht schönstes Sonnendeck-Wetter, während wir den Fluß wieder hinauf dampfen, um schließlich über die Schleuse in den Рыбинское водохранилищ (Rybinsker Stausee) zu gelangen, den wir offenbar auch heute nacht schon ein Stück weit passiert haben. Dieses Mal queren wir ihn von Süd nach Nord, und weil er zehnmal so groß ist wie der Bodensee, wird das bis morgen früh dauern.

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Auf dem Stausee

Vor unserem Kabinenfenster haben sie über Nacht eine Betonwand hochgezogen und auch gleich hübsch mit Wasserpflanzen begrünt. Ach so, wir sind in einer Schleusenkammer. Und an diesem schaurig-feuchten Ort bleiben wir auch noch eine geraume Zeit, denn bei Nebel ist auf dem Moskau-Wolga-Kanal Stillstand angesagt. Erst als die höher steigende Sonne den Nebel verjagt, darf die Rubljov (so spricht man den Namen richtig aus) die Schleuse verlassen. Der ungeplante Aufenthalt wirft uns im Zeitplan zurück, aber Sicherheit geht eben vor.

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Rettungswesten mögen auf einem Schiff, das weit höher ist als der Kanal tief, vielleicht etwas überflüssig erscheinen. Jedoch werden wir auf unseren 1.800 Kilometern auch weit gefährlichere Gewässer queren, und so lassen wir geduldig die Rettungsübung über uns ergehen. Immerhin weiß nun ein jeder, wie man das rote Ungetüm anlegt.

Mit uns sind 10 Reisegruppen an Bord: Holländer, Norweger, Engländer, Franzosen, Spanier, Italiener und Israelis, dazu zwei deutsche Gruppen und natürlich Russen. Die Bordsprecherin bemüht sich redlich, das Tagesprogramm in allen vertretenen Sprachen zu verlesen, inklusive gelegentlichem Stöhnen bei allzu schwierigen hebräischen Ausdrücken. Der Service an Bord ist wirklich einzigartig, die Kellner und Barkeeper bemühen sich, jeden Gast in seiner eigenen Sprache zu bedienen.

In Rußland wachsen die Bäume unglaublich schnell, man kann ihnen praktisch beim Wachsen zusehen: die Fichte direkt neben dem Schiff zum Beispiel wird alle eineinhalb Sekunden einen Zentimeter höher. Ach so, wir sind wieder in einer Schleuse.

Nach dem Verlassen des Kanals befinden wir uns für längere Zeit auf dem Угличское водохранилище (Uglitscher Stausee), wo es eine Attraktion zu bestaunen gibt: den Glockenturm der überfluteten Stadt Калязин (Kaljasin). Ihr ehemaliger Marktplatz befindet sich angeblich genau unter dem Schiff. Die Besichtigung von У́глич (Uglitsch), dem verschlafenen russischen Städtchen am unteren Ende des 130 Kilometer langen Sees, muß leider entfallen, da es zwischenzeitlich Nacht geworden ist.

Für morgen steht Яросла́вль (Jaroslawl) auf dem Programm. Falls uns der Nebel nicht wieder einen Strich durch die Rechnung macht, fahren wir die ganze Nacht hindurch – und haben soeben die Schleuse von Uglitsch passiert.

Gesammelte Werke

Rublev war Maler, genauer gesagt Ikonenmaler. Einige seiner Werke mit dem besonderen Blau konnten wir heute in der Третьяко́вская галере́я (Tretjakowskaja Galereja, also Tretjakow Galerie) bewundern. Aber nicht nur diese: Kunstsammler Pavel Tretjakows nicht gerade kleines Wohnhaus reichte irgendwann nicht mehr aus, um all die gesammelten Bilder unterzubringen, so daß er anbauen mußte. Am Ende seines Lebens umfaßte die Sammlung mehrere tausend Werke. Nachgezählt haben wie sie nicht, und auch der gezeigten Auswahl konnten wir uns natürlich nur punktuell widmen.

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Den intensivsten Eindruck hinterließen die ausdrucksvoll gemalten Gesichter von fröhlichen, ängstlichen, leidenden oder dem Tod nahen Menschen, aber auch von allerlei Landschaften, mal mit erkennbarem Motiv, dann wieder nur eine Viehherde, ein See oder ein Stück Wald.

Man ist nicht in Moskau gewesen, wenn man nicht mit der Мепро (Metro) gefahren ist. Wir nehmen den Zugang gleich hinter dem Макдо́налдс (McDonalds), eine schier endlose Rolltreppe führt hinab. Eine Mitreisende meint, in diese Tiefe wäre man in ihrer Heimatstadt schon auf Kohle gestoßen. Die Bahnhöfe sind im sowjetischen Stil kunstvoll ausgeschmückt, jeder wieder anders als der vorherige.

Und dann heißt es endlich: Leinen los, wir legen ab! Das Schwesterschiff василий Суриков (Wassili Surikow) ist zuerst an der Reihe, die Rublev folgt ihm in angemessenem Abstand. Wir passieren Hochhäuser und unterqueren Brücken, dann wird die Landschaft zunehmend ländlich und der Kanal etwas enger, ist aber mit 80 Metern immer noch breit und tief genug für Schiffe unserer Größenklasse.

Der morgige Tag verspricht spannend zu werden.

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Im Kreml

Die größte Kanone der Welt, die Царь-Пушка (Zar Puschka) hat nie geläutet, aus der Царь-Колокол (Zar Kolokol), der größten Glocke der Welt, wurde nie geschossen. Oder war’s doch anders herum? Wie dem auch sei, für den Московский Кремль (Moskauer Kreml) mit seinen Türmen und Zinnen, Kirchen und Museen ist ein ganzer Nachmittag fast schon zu knapp bemessen.

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Besonders haben es uns die Ü-Eier eines gewissen Herrn Fabergé angetan, in einem der kunstvollen Objekte verbarg sich einst, zum Entzücken des Zaren, eine komplette Mini-Modelleisenbahn aus Gold mit einer aufziehbaren Lokomotive aus Platin. Gleich gegenüber gibt es eine Nürnberger Vitrine mit Leihgaben aus – na, woher wohl?

Ganz und gar nicht entzückt hat uns heute vormittag zum einen das Wetter, zum anderen die momentane Umnutzung des Roten Platzes in eine Sportarena oder was auch immer. Durch allerlei Bauzäune hindurch erhaschen wir einen flüchtigen Blick auf das Ленин (Lenin) Mausoleum gegenüber, der freie Blick auf die berühmte Собор Василия Блаженного (Basilius Kathedrale) mit ihren neun abwechslungsreich geschraubten Zwiebeltürmchen war zum Glück einigermaßen möglich.

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