Nach Verbania

Die Bergspitzen zeigen sich beim Blick aus dem großen Fenster heute in Wolken gehüllt, aber das wird sich im Laufe des Tages sicher bessern, und wir können sehen, ob die Schneereste auf dem Gipfelgrat erneut kleiner geworden sind. Die Glyzinie scheint jedenfalls Tag für Tag ein Stück weiter an der großen Fichte hinaufzuklettern, aber das täuscht, sie war sicher vorher schon da und blüht jetzt eben immer mehr auf.

Unsere Überfahrt startet heute um 11.15 Uhr. Der Parkplatz vor dem Bahnhof ist uns bereits vertraut und ebenso der Weg durch die Gäßchen hinunter zum Anleger – wenngleich wir uns vorgestern auf dem Rückweg tatsächlich einmal verlaufen hatten. Auch die freundliche Ticketverkäuferin erkennt uns wieder und kramt stolz ihre Deutschkenntnisse hervor: an der Isola Madre bitte nicht aussteigen, sondern sitzen bleiben bis Pallanza, denn so heißt der Stadtteil, wo das Schiff anlegt.

Dort angekommen, wechseln wir ein paar Worte mit einer deutschen Familie und tauschen Tipps aus: wir empfehlen, Taranto zu besuchen, sie empfehlen uns Orta am gleichnamigen See. Und was kann man hier in Verbania tun? Nun, des gibt zu beiden Seiten eine schöne Uferpromenade, und es gibt die Kernstadt mit ihren malerisch engen Gassen. Der kleine öffentliche Park vor der Villa Giulia ist ganz nett, hat aber außer Bäumen, grünem Rasen und einer Toscanini-Büste nicht viel zu bieten.

Inmitten der Altstadt von Pallanza gibt es ein kleines Museum, das ich mir kurz anschaue, während die Liebste schon an den Hauptplatz zurückspaziert. Mit einem Spaziergang zur anderen Seite hin, wo es ebenfalls schöne Blumenrabatten und einladende Sitzbänke gibt, schließen wir diesen kleinen Ausflug ab.

Im Fernsehen läuft heute aus gegebenem Anlaß ein Film mit Mario Adorf: das Krokodil.

Category: Allgemein, Baveno 2026
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