Der Weg ist eine Himmelsleiter, auf dem Rücken eines schmalen Felsgrates steigen wir hoch und höher, dort wo die vom Süden aufsteigenden Wolken sich ganz eng zusammendrängen, um dann auf der anderen Seite der Insel wieder abzusinken und sich dabei aufzulösen. Dieses Kleinklima ist typisch für Madeira. Am Meer hätten wir jetzt Sonne pur, hier oben aber nieselt es. Den Farnen gefällt’s, sie überziehen Stämme und Äste mit ihrem Grün.
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Bei meinem ersten Besuch am Morteratsch, anno 1974, wäre ich hier an dieser Stelle noch auf dem Gletscher gestanden. Seit nunmehr über 100 Jahren weicht das Gletschereis jedes Jahr um einige Meter zurück, denn Gletscher sind Klima-Indikatoren. Aber daß er ein wenig kleiner geworden ist, macht ihn in meinen Augen keineswegs weniger eindrucksvoll.
Die barocke Wallfahrtskirche Mariahilf bei Freystadt ist nur schwerlich zu übersehen und innen recht eindrucksvoll ausgestattet. Besonders faszinieren mich wie immer die Inschriften mit ihren altertümlich-holprigen Formulierungen wie etwa «Allhie ruhet der hochwohlgebohrene Herr, gewester Reg. Rath zu…» usw.

