Ringelsocken

Die Ajanta-Höhlen sind uralte buddhistische Klöster, die schon im 5. Jahrhundert in den Fels eines Berghangs gemeißelt und innen kunstvoll ausgestattet wurden. Ihr Erhaltungszustand ist einzigartig, denn die Mönche haben die Stätten verschlossen, bevor sie das Tal verließen.

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Es ist ein heißer Tag heute, fast 40 Grad im Schatten. Da es einige Treppen hinaufzusteigen gilt, bieten Sänftenträger ihre Dienste an. Sie sind nicht die einzigen, die hier am Weltkulturerbe von den Touristen leben wollen – und uns, kaum daß wir dem Bus entstiegen sind, sofort entsprechend belagern. Irgendwann stehen wir dann aber doch im ersten von insgesamt 29 Höhlentempeln.

Haben die Augen sich erst einmal an die relative Dunkelheit gewöhnt, offenbaren sich an den Wänden allerlei Bildgeschichten, die sich um Prinzen, Pferde, Elefanten und natürlich Buddha in allen seinen Lebensphasen drehen. Besonders gefällt uns das persische Paar mit den Ringelsocken. Natürlich gibt es auch Reliefs, kunstvolle Säulenkapitelle und sogar Stupas: alles ist aus dem anstehenden Fels gearbeitet.

Nach drei anstrengenden, aber durchaus unterhaltsamen Stunden, in denen die Reiseleiterin viele der Bildgeschichten in Worten wiedergibt und dabei mit der Taschenlampe auf die entsprechenden Stellen leuchtet, wenden wir uns schließlich dem Rückweg zu. Zuerst zu Fuß die Treppen wieder hinab, dann in den schrottähnlichen Shuttlebus und schließlich in unseren Tourbus, der uns jetzt gar nicht mehr so alt und klapprig erscheint wie noch auf der Hinfahrt. Es ist eben alles relativ.

Category: Allgemein, Indien 2016
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