Heilige Stätten

Motorrikscha war gestern, heute ist Fahrrad-Rikscha angesagt. Für zwei Touristen der Europaklasse ist so ein filigranes Gefährt aber ebenso wenig ausgelegt wie sein Fahrer, er gibt sich jedoch mächtig Mühe, im mörderischen Verkehr der Innenstadt von Varanasi mitzuschwimmen.

Irgendwann geht es nicht mehr, und wir kämpfen uns das letzte Stück bis zum Flußufer durch das dichteste Gedränge, das man sich nur vorstellen kann. Zum Glück wollen alle in dieselbe Richtung, und zwar dorthin, wo allabendlich zum Sonnenuntergang der hinduistische Segen für die Flußgöttinn Ganga zelebriert wird. Die beste Sicht hat man vom Fluß aus, also wird flugs ein Ruderboot gemietet. Die Gesänge, die Feuer, der Geruch von Räucherwerk, vor allem aber die Menschenmassen werden uns wohl für lange Zeit im Gedächtnis bleiben.

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Ebenso der vorhergegangene Besuch der Tanzschule. Zunächst spielen eine Tabla genannte Trommel und eine Sitar, ein gitarrenähnliches Instrument mit vielen Bünden, auf. Das Stimmen geht nahtlos in das erste Musikstück über, es ist angenehm bis spannend und dauert 20 Minuten. Dann kommen die beiden Tänzer. Was sie darbieten, besteht im wesentlichen aus Mimik, Gestik und Fußarbeit.

Natürlich bleibt uns auch das hiesige Straßenbild im Gedächtnis, durch die sich eine lärmende Masse aus Autos, Rollern, Tuk-Tuks, Fahrrädern mit und ohne Passagiere und natürlich Fußgänger aller Altersklassen wälzt. Nicht zu vergessen auch die heiligen Kühe samt ihrer unheiligen Ausscheidungen.

Der Tag wäre nicht zu Ende erzählt ohne die Erwähnung von Buddhas ester Wirkungsstätte, die heute ein archäologisches Ausgrabungsstätte und Unesco Weltkulturerbe ist. Im Museum nebenan bewundern wir die gefundenen Statuen, insbesondere die Löwenköpfe und das Rad. Beides findet sich heute in der indischen Nationalflagge. Und natürlich darf auch die Seidenweberei, wo in Handarbeit kostbarste Brokatstoffe entsteht, nicht unerwähnt bleiben.

Category: Allgemein, Indien 2016
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