Südlicher Nebel

Der südlichste Punkt Englands ist auch bei Nebel leicht zu finden, man muß nur in die Richtung laufen, aus der es alle 30 Sekunden laut und vernehmlich tutet. Das wäre dann allerdings der kürzeste Weg. Wesentlich reizvoller ist auch hier wieder der Küstenpfad. Wir starten im Westen der Halbinsel, gelangen nach einer guten Sunde zum tutenden Leuchtturm und nach einer weiteren an den Ort, wo ein gewisser Marconi kurz nach 1900 eine Morsestation betrieb, die dort auch heute noch steht. Zwar existieren die originalen Geräte nicht mehr, sehr wohl aber ein Foto, so daß man alles wieder so bestücken konnte wie damals. Auch ein Diagramm vom Schiffsverkehr jener Tage liegt auf, an dem die Titanic ihre weitere Teilnahme am transatlantischen Funkverkehr unerwartet beendete.

Der späte Nachmittag gehört heute dem Trebah Garden. Er wurde in der Mitte des 19. Jahrhunderts angelegt, war zwischenzeitlich völlig verwildert und verdankt seinen heutigen Zustand einem späteren Besitzer, der zunächst gar nicht wußte, welchen Schatz er da erworben hatte. Im Gedächtnis bleiben baumhohe Rhododendren, brasilianische Riesenblätter, tasmanische Baumfarne und vieles mehr.

Besonders angenehm ist für uns natürlich, daß der örtliche Führer an uns seine Deutschkenntnisse erproben will. Die keineswegs so eingerostet sind wie er behauptet. Britisches Understatement.

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