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Wüstenschlösser

Heute steht die jordanische Wüste auf unserem Programm, denn wir sollen unbedingt alle Landesteile kennenlernen. Und so gelangen wir zuerst zum Wüstenschloß قصر خرّانة (Qasr Kharana) das wohl beindruckendste Bauwerk dieser Art.

Als erheblich interessanter erweist sich die nächste Attraktion unserer Tour, das rote Schlößchen قصير عمرة (Quṣayr ‘Amra). Seine Innenwände sind über und über mit Fresken bemalt, man sieht Kamele, Gazellen und allerlei anderes Getier. Hier im Dampfbad mitten in der Wüste haben die Omajjaden Rast gehalten, gegessen, getrunken, Frauen verführt und ihre Geschichten aus 1001 Nacht gespielt.

Das dritte und letzte Wüstenschloß heißt ‏قصر الأزرق‎ (Qasr al-Azraq) und ist vollständig aus schwarzen Basaltsteinen erbaut, einschließlich der Türflügel. Es diente zeitweise dem berühmten Lawrence von Arabien als Festung.

Heute ist Freitag, da haben viele Araber ihre Läden geschlossen. Hoffentlich nicht auch unsere Hotelküche, die sich mittlerweile qualitativ erheblich gebessert hat.

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Jedem Kind ein Instrument

Die Riege der fliegenden Händler freut sich heute über zahllose Schulklassen, besonders beliebt sind die nervigen kleinen Flöten für einen Dinar. Uns Touristen nennt man den Preis natürlich in Euro: Postkarten, Sonnenbrillen, Tücher, Hüte, das übliche Programm halt. Und dann stehen wir endlich im „Pompeij des Ostens“, wo in einem weitläufigen Gelände Säulen und allerlei Mauerwerk darauf warten, von uns erkundet und fotografiert zu werden.

Wir beginnen auf dem großen, von Kolonaden umstandenen Platz, der sogenannten Agora. Von dort führt die Hauptstraße weit in das Gelände hinein, zur Linken wie zur Rechten stehen und liegen architektonische Meisterwerke der römischen Antike und ergeben eine wunderschöne Akustik für die Piepsflöten, zu denen sich nun vereinzelt auch Trommeln hinzu gesellen. Wer kein Instrument ergattert hat, darf singen, klatschen oder auch einfach schreien. Pure Lebensfreude halt. Einige Kinder sind sehr freundlich zu uns Touristen, sie grüßen artig und freuen sich, wenn man den Gruß erwidert.

Weiter oben wird es endlich ruhiger. Das Theater ist eindrucksvoll und wird heute noch bespielt. Ein Dach braucht man hierzulande ja nicht. Noch weiter oben erwarten uns noch ein Artemis-Tempel und ein weiteres Theater. Ach, hier wollten die Schulklassen hin. Die Akustik griechischer Theater ist ja dafür berühmt, daß eine fallen gelassene Münze überall deutlich zu hören ist. Heue fallen hier mehr die Worte, jede Klasse will die lauteste sein: akustische Studien bis zum Abwinken.

Es gilt noch eine weitere Ruinenstätte zu besichtigen, weiter im Norden, auf Sichtweite zum See Genezareth. Ach ja, der Weg führte zum Teil bemerkenswert tief hinab, ein Stück weit fuhren wir 150 Meter unter dem Meeresspiegel. Und das mit einem ganz normalen Reisebus.

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Der Nahe Osten ist ganz schön weit weg!

Keine Bahnfahrt ohne Verspätung. Zum Glück haben wir eine Stunde Reserve eingeplant und treffen sogar noch vor dem Personal am Schalter der königlichen Fluglinie ein. Der A320 ist nicht sehr groß, wir sitzen in Reihe 12 genau über den Tragflächen. Zu sehen wäre aber ohnehin nicht viel gewesen, die Wolkendecke läßt nur hie und da einen Blick nach unten erhaschen. Ein schneebedeckter Berg: aha, Alpen. Ein großer See: aha, Ungarn. Eine befeuerte Landebahn: aha, Amman. Es ist zwischenzeitlich nämlich dunkel geworden, man konnte den Sonnenuntergang indirekt über die sich rot färbenden Landeklappenträger erahnen. Das Winglet war auch vorher schon rot, die Royal Jordanian bemalt ihre Flugzeuge nämlich in adrettem Anthrazit mit goldenem Längsstreifen und roten Akzenten, nicht zu vergessen das obligatorische Krönchen.

Es ziert auch das Besteck, den Servicewagen und die Stewardeß, die den Wunsch des Fluggastes über alle 20 Sitzreihen hinweg an die Kollegin kommuniziert: eine schlängelnde Bewegung mit den Händen bedeutet Fisch. Es hätte auch Chicken oder Beef sein können, schade daß davon ausreichend auf dem Wagen war, wir hätten gerne auch noch die Hörner gesehen.

Neu auf dieser Reise ist, daß das Essen im Flugzeug weit besser schmeckt als das spartanisch-lieblose Buffet, das uns im Ocean Hotel erwartet. Auch die Tischnachbarn finden nicht heraus, ob sie nun Fisch oder Chicken auf dem Teller haben.

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Land unter

Der Flughafen von Hurgada erlebt, kurz nachdem wir im Gate angekommen sind, seine Feuertaufe, sie findet allerdings, wie es sich für eine Taufe gehört, mit Wasser statt.

Zunächst zieht ein schweres Unwetter von den Shayib al-Banat Bergen herüber und entlädt sich in einem Wolkenbruch. Dann beginnt es überall durch die Decke zu tröpfeln. Anscheinend ist dies der erste größere Niederschlag seit der Erbauung des Airports. Mit vernehmlichem Krachen kommt schließlich ein Teil der Deckenverkleidung herunter, gefolgt von einem Sturzbach. Das Abfertigungsgebäude verwandelt sich in eine Tropfsteinhöhle mit Wasserfall, denn natürlich fällt der Strom aus. Zuerst liegen die Duty Free Shops im Dunkeln, dann die Toiletten, die Sicherheitsschleusen und natürlich auch alles andere. Inklusive der Lautsprecher-Anlage.

Nach einer gefühlten Stunde haben sie es geschafft, unter dem Applaus der Wartenden geht das Licht wieder an, und die Passagiere werden zu ihren diversen Flügen gerufen. Zum Teil allerdings ohne Bordkarten, denn die konnten ja nicht ausgedruckt werden.

Jeder darf sich hinsetzen, wo er will. Und das bitteschön so rasch wie möglich, damit die Leute, die im strömenden Regen draußen auf der Treppe stehen, möglichst rasch hereinkommen können. Unsere Plätze sind besetzt, wir weichen auf andere aus. Auf die wiederum ein anderer Anspruch erhebt, der gar nicht daran denkt, die besonderen Umstände zu akzeptieren: „das sind unsere Plätze, alles andere interessiert mich nicht!“ Und so muß die Stewardeß gerufen werden. Und die Leute draußen auf der Treppe werden noch etwas naßer.

Sie sind einfach nicht auf Regen eingerichtet hier in Hurgada. Unsere Koffer auch nicht, alles ist klamm, als wir in München ankommen.

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Abschied vom Le Rêve

Plötzlich sind Berge da. Oben, weit hinter den Antennen, die wir anfangs für Palmen hielten, weil sie wie Palmen aussehen. Palmen haben aber keine Fenster im Stamm. Und ihre Wedel wehen im Wind. Aber die Berge hinter den Antennenpalmen sind echt. Ein richtiges Gebirge, über zweitausend Meter hoch und das höchste im afrikanischen Teil Ägyptens. Man sieht es so klar, weil der gestrige Regen die Luft gewaschen hat. Auch die Bauruinen am Strand gegenüber sind jetzt deutlich als solche zu erkennen.

Eine Stunde später sind wieder keine Berge mehr zu sehen, dafür hängen gelbliche Wolken über dem Strand und dem Hotel. Wüstenstaub.

Ach, wenn doch die Hintergrundmusik im Restaurant ähnlich abwechslungsreich wäre wie das Wetter hier in Sahl Hasheesh. Nun, sie ist halt Teil der Atmosphäre, genau wie die Sträuße mit Lilien und Anthurien und die Rosenblätter im Becken. Gestern abend genehmigten wir uns noch zwei Mojito, der Barkeeper entschuldigte sich tausendmal, daß er erst noch Minzblätter beschaffen mußte, woher auch immer. So sind sie, die Ägypter: immer dienstbeflissen, immer um das Wohl des Gastes bemüht.

Unser Zimmerboy zum Beispiel überraschte uns immer wieder mit kunstvoll drapierten frischen Handtüchern, am letzten Tag sogar mit Blütenblättern garniert. Wir freuten uns, und er freute sich über unsere Freude. Und über das Trinkgeld natürlich.

Wegen des recht stürmischen Wetters fällt der Abschied etwas leichter. Jetzt hätten wir uns doch gerade so schön eingewöhnt.

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Gepflegt urlauben

Die Lobby des Le Rêve ist so groß wie anderenwärts das ganze Hotel und gleicht akustisch einer Kirche. Nur akustisch. Im Wasserbecken unter der großen Kuppel schwimmen Tausende von Rosenblättern und verbreiten einen angenehmen Duft. Der Speisesaal liegt eine Etage tiefer – und ist heute voller denn je, denn das Hotel ist voll besetzt, wegen Terrorgefahr wurden Urlauber von Sharm el Sheik nach hierher umquartiert. Jeder, der das Hotel betreten will, muß durch die Sicherheitsschleuse.

Nur die Spatzen nicht. Aber die betreten das Hotel ja auch nicht durch den Haupteingang, sondern fliegen in ganzen Scharen auf die Terrasse ein, um ein paar Krümel zu stibitzen. Der Rabe indes gibt sich weniger genügsam und stiehlt wie ein Rabe. Kaum verlassen Gäste ihren Tisch, um sich noch etwas vom Buffet zu holen, schon hat er eines ihrer Brötchen im Schnabel. Oder ein Portionspack Marmelade, das er mit großem Geschick aufmeißelt, um an den köstlichen Inhalt zu kommen. Besonders gerne taucht er seinen rabenschwarzen Schnabel auch in das Milchkännchen.

Überhaupt, diese Terrasse. Sie und die beiden Schwimmbecken verleihen dem Hotel das Erscheinungsbild eines Schlosses der Feudalzeit. Ein Schloß mit 400 Zimmern, von denen bei etwa 50 noch der Innenausbau fehlt. Im Vergleich mit jenen in Hurgada und an der Makadi Bay ist es aber ein Zwerg.

Heute steht der Wind so, daß wir die Beschallung eines der Ressorts von jenseits der Bucht abbekommen, immerhin geschätzte 5 Kilometer entfernt. Die Gäste dort werden ihre Heimreise wohl mit Hörschäden antreten. Und auch ein Schleppschirm samt Motorboot verirrt sich zu uns herüber. Ansonsten bleiben wir von Jetski- und Bananaboat-Vergnügen zum Glück verschont.

Wozu auch, gibt es doch einen Badeplatz mit Unterwasser-Animation in Form bunter Fische, die mich sofort als einen der ihren akzeptieren, trage ich doch seit November ebenfalls einen Streifen quer über den Bauch. Allerdings ist er nicht so schön gelb wie die Streifen der schwarzen Fische. Meine Liebste meint, es seien gelbe Fische mit schwarzen Streifen. Da wir uns nicht auf eine Version einigen können, schreibe ich halt von gelb-schwarz gestreiften Fischen. Auch ein Lionfish läßt sich blicken, der einzige, der sowohl im Wasser als auch auf der Infotafel zu sehen ist, draußen auf dem Jetty, dem langen Steg hinaus zur Rifflücke, wo baden erlaubt ist. Die diversen anderen Fische stehen nicht auf der Tafel, und die auf der Tafel stehen, zeigen sich nicht im Wasser. Das im übrigen bemerkenswert klar ist und auch nicht sonderlich warm. Macht aber nichts.

Übermorgen geht es schon wieder nach Hause. Zurück bleiben wehmütige Erinnerungen an ein Büffet voll der exotischsten Köstlichkeiten, man müßte 10 Gänge essen können, und das pro Mahlzeit. An einen ruhigen Strand, sonnig aber ohne die Hitze des Sommers. An freundliche und stets hilfsbereite Köche, Kellner und Zimmerboys. Und an offenen ägyptischen Weißwein. Wobei auch der Rose köstlich war, und der rote ebenso. An frisch gepreßte Fruchtsäfte, von denen es uns besonders die Guaven angetan hatten. An ein sehr geräumiges Zimmer. Nur Pyramiden haben wir keine gesehen. Zu weit weg von hier.

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Bei den Fischen

So manches, was wir von anderen Strandhotels gewohnt sind, gibt es im Premier Le Rêve gar nicht. Kinder zum Beispiel. Zur Erinnerung: das sind diese zweibeinigen Wesen, die sofort laut loskreischen, wenn sie mit Wasser in Berührung kommen. Auch keine hoffnungsvollen Strandverkäufer. Keine Buden, keine Restaurants. Und eigentlich auch keinen Strand. Der besteht nämlich aus Korallenfelsen, zwischen denen sich bunte Fische tummeln. Ein paar Schritte ins Wasser, an der einzigen Stelle mit Muschelsand, und man fühlt sich wie im Aquarium.

Vor dem Hotel und neben dem Hotel ist nichts als Sand. Kilometerweit. Überall. Sogar in den malerischen Bauruinen, aus denen wohl einmal weitere Hotels werden sollen, Geisterbaustellen ohne einen einzigen Arbeiter. Die imposanten architektonischen Einfälle, welche die Gäste in ferner Zukunft einmal werden genießen können, lassen sich derweilen nur erahnen. Bereits fertig ist allerdings der zentrale Platz, mit Wasserspielen und goldenen Kuppeln – arabisches Disney-Ambiente. Ein gepflasterter Weg mit flankierenden Rasenstreifen zur Linken wie zur Rechten verbindet den Platz, die Baustellen und die bereits fertigen oder zumindest fast fertigen Hotels. Wie weitläufig alles ist, zeigt ein Blick auf die Uhr: eine Stunde hin, eine weitere wieder zurück, immer am Strand entlang. Man könnte auch Fahrräder oder Elektrokarren mieten, aber ein bißchen Bewegung tut gut.

Drüben in Hurgada, eine Stadt die man nicht gesehen haben muß, wird eine Tour mit dem Glasboden-Boot angeboten. Wobei Glasboden nicht ganz der richtige Ausdruck ist, es handelt sich um einen Katamaran mit seitlichen Fenstern unterhalb der Wasserlinie. Der Kapitän steuert Korallenriffe an, die bis auf wenige Zentimeter an den Schiffskörper heran reichen, so daß wir, quasi auf dem Kiel sitzend, die Korallen und ihre Bewohner zum Greifen nah vor uns haben. Und sie sind beide überraschend bunt: die Fische gestreift oder gelb oder blau oder alles zusammen, die Korallen wie blühende Stauden in einem Vorgarten. Wir können uns gar nicht satt sehen.

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Am Roten Meer

Wo herrscht, von der Südhalbkugel abgesehen, um die Faschingszeit herum Badewetter? Am Roten Meer zum Beispiel, genauer gesagt in Hurgada, noch genauer in Sahl Hasheesh. Das ist ein Ort, der nur aus Hotels besteht, etwa zwanzig an der Zahl. Vier davon sind fertig. An unserem wird im Südflügel noch gebaut, aber das stört nicht, im Gegenteil: Lobby, Restaurant und natürlich der Badebereich sind für die doppelte Anzahl Gäste ausgelegt, und so ist alles angenehm locker belegt. Will heißen: viel Platz im Restaurant, und draußen immer genügend freie Liegen.

Genau genommen sind heute nachmittag sogar alle Liegen frei, denn – es regnet. In Ägypten! Statt Sonne pur ist der Himmel schon den ganzen Tag mehr oder weniger verhangen, und dann fallen plötzlich Tropfen. Aber der Spuk ist schnell wieder zu Ende, dafür bricht jetzt bereits die Dämmerung herein. Und unten im Restaurant wartet erneut ein üppiges Mahl auf uns. Man möchte von allem probieren, aber die Zahl der angebotenen Köstlichkeiten ist einfach zu groß.

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Familienbesuch in Kaarst

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Heimflug

Unsere letzten beiden Flüge stehen unmittelbar bevor. Die Zwischenlandungen mitgezählt, werden wir in Kürze das Dutzend voll machen: von Frankfurt nach São Paulo, dann ins Pantanal-Städtchen Cuiabá und wieder zurück nach São Paulo, weiter nach Rio de Janeiro und ausnahmsweise nicht zurück nach São Paulo, sondern direkt nach Manaus, dem Zentrum der Amazonas-Region. Von dort über Santarém und Bélem nach São Luís, der Einflugschneise in die Lençois. Es folgte drei Tage später ein Flug von São Luís über Fortalezza nach Reçife sowie mit 5 Stunden Wartezeit ein weiterer nach Salvador de Bahia. Das macht nach Adam Riese 11 Flughäfen und 11 Flugbewegungen, denen jetzt Nummer 12 und 14 folgen, denn die 13 wird von der TAM traditionell nicht vergeben. 14 Flüge in 18 Tagen, das soll uns erst einmal jemand nachmachen.

Unser letztes Ziel in Brasilien heißt – na? – São Paulo. Da lohnt es sich doch, die richtige Aussprache zu lernen. Ein „ão“ kommt unter anderem auch im brasilianischen Wort für Friseursalon (Salão) vor, und so ungefähr spricht es sich auch: nasal.

Zwischen der oberen und der unteren Stadt gibt es schon seit dem 19. Jahrhundert einen Aufzug, der 15 Centavos kostet, etwa 5 Cent. Wahrscheinlich haben sie einfach vergessen, die Preise anzupassen. Wieder hinauf dann weitere 15 Centavos, denn außer stark verwitterten Gebäuden, einer der 365 Kirchen der Stadt und einer Markthalle gibt es unten nicht allzu viel zu sehen.

Umbú-Saft schmeckt übrigens fast noch besser als Graviolasaft, wir gehören jetzt quasi zu den Stammgästen der Saftbar am Terreiro de Jesus. Stammgäste wissen nämlich, wie viel sie zahlen müssen: drei R$, also etwa einen Euro, für eine Portion frisch gepreßte Köstlichkeit, die fast drei Bescher füllt.

Auch im Ulysses sind wir inzwischen Stammgäste, auch wenn wir uns heute auf einen letzten Caipirinha beschränken, denn unser Airport Transfer sollte – nach Intervention unsererseits – schon um 15.40 statt um 16.00 Uhr starten. Tatsächlich stand der Fahrer dann bereits um 14 Uhr auf der Matte, etwas irritiert von unserer „Verspätung“.

Wer von Salvador de Bahia fliegt, muß gut zu Fuß sein. Schon bei der Ankunft wurden wir den gesamten Terminalflügel entlang geführt bis zu dessen äußerstem Ende und dann an der anderen Gebäudeseite entlang wieder zurück, stets auf Sichtweite der nach uns Ausgestiegenen. Heute befindet sich unser Gate ganz am Ende desselben Flügels, wird dann aber geändert auf eines ganz vorne. So bleiben die Passagiere trainiert.

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